"Der Weibsteufel"
ein Schauspiel von Karl SchönherrIn den Strudel der Leidenschaften geraten ein Mann, seine Frau und ein Grenzjäger. Der Mann ist Schmuggler, dem der neue ehrgeizige Grenzjäger seit einiger Zeit auf den Fersen ist. Das vor allem von der Frau ersehnte Haus am Marktplatz rückt durch die Bespitzelung durch den Grenzer, die weitere Schmuggeltouren fast unmöglich macht, in weite Ferne. Da entwirft der Mann einen rücksichtslosen, fatalen Plan: Er animiert seine Frau dazu, dem Grenzjäger schöne Augen zu machen, ihn zu verführen und so von seinem Vorhaben, den Mann zu stellen, abzulenken.
1914 uraufgeführt, erzählt Schönherrs archaische Geschichte exemplarisch den reinen existenziellen Konflikt, losgelöst von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Werk gilt als ein frühes Beispiel für die Beschäftigung mit der Thematik der Emanzipationsbewegung der Frauen, durchaus in der Tradition der Stücke von Strindberg und Ibsen.
Es spielen:
Weib - Sandra Petersen
Mann - Carsten Rieckhoff
Jäger - Ahmed Ahnert
Regie: Peter Andersonn
